Neue EU-Verpackungsverordnung: Wird Amazon USA für Online-Händler zur interessanteren Alternative?

Neue EU-Verpackungsverordnung: Wird Amazon USA für Online-Händler zur interessanteren Alternative?

Mit der neuen EU-Verpackungsverordnung (PPWR) kommen auf Online-Händler ab August 2026 zusätzliche Anforderungen und Pflichten zu. Gleichzeitig wird die Expansion innerhalb Europas durch unterschiedliche nationale Vorgaben, Registrierungen und Meldepflichten zunehmend komplex.
Für Händler, die international wachsen möchten, stellt sich deshalb eine interessante Frage: Muss die nächste Expansionsstufe tatsächlich der Verkauf über Amazon in immer mehr europäischen Ländern sein – oder könnte Amazon USA die attraktivere Alternative sein?


Pan-EU: Ein großer Markt – aber nicht immer einfach

Europa wirkt auf den ersten Blick wie ein einheitlicher Markt. Tatsächlich müssen Online-Händler bei einem Versand in verschiedene EU-Länder zahlreiche unterschiedliche Anforderungen berücksichtigen.

Gerade bei Verpackungen entsteht dadurch erheblicher administrativer Aufwand. Die PPWR soll zwar europaweit einheitlichere Rahmenbedingungen schaffen, gleichzeitig bestehen unterschiedliche nationale Systeme und konkrete Pflichten für Händler weiter. Auch bei der Umsetzung der neuen Vorgaben ergeben sich zahlreiche Detailfragen.

Für Händler kann die Expansion innerhalb Europas deshalb schnell bedeuten: mehr Länder, mehr Registrierungen, mehr Meldungen und mehr Compliance.


Warum nicht einmal über Amazon USA nachdenken?

Für viele europäische Online-Händler könnte deshalb ein Blick auf den US-Markt und insbesondere auf Amazon USA interessant sein.

Mit mehr als 340 Millionen Einwohnern bietet die USA einen riesigen Absatzmarkt. Gleichzeitig gibt es einige strukturelle Vorteile:

  • Ein großer, zusammenhängender Markt statt vieler einzelner Länder
  • Eine gemeinsame Sprache für den gesamten Markt
  • Hohe Kaufkraft und ein etablierter E-Commerce-Markt
  • Weniger Abhängigkeit von unterschiedlichen nationalen Märkten und Sprachen
  • Für viele Produkte ein weniger saisonal geprägtes Absatzpotenzial
  • Ein etabliertes E-Commerce-Ökosystem mit Amazon, Shopify und weiteren Plattformen

Natürlich bedeutet ein Markteintritt in den USA nicht, dass Compliance keine Rolle spielt. Auch dort gibt es Sales Tax, Produktanforderungen und zunehmend regulatorische Vorgaben auf Bundesstaatsebene. So haben mittlerweile sieben Bundesstaaten eigene Verpackungs-EPR-Gesetze verabschiedet.

Der Unterschied liegt vielmehr darin, welche Art von Komplexität ein Unternehmen bewältigen muss – und wie attraktiv der zusätzliche Markt dafür ist.


USA statt Pan-EU?

Für einen Online-Händler, der vor der Frage steht, wie die nächste Wachstumsstufe aussehen soll, lohnt sich deshalb eine einfache Gegenüberstellung:

Weitere Expansion über Amazon innerhalb Europas oder der Einstieg mit Amazon USA in einen einzigen großen, englischsprachigen Markt mit über 340 Millionen potenziellen Kunden?

Die USA sind dabei nicht automatisch die bessere Wahl. Für bestimmte Produkte und Geschäftsmodelle kann Amazon USA jedoch eine interessante Alternative zur weiteren Fragmentierung innerhalb Europas sein.

Gerade für etablierte Amazon-Händler kann es daher sinnvoll sein, vor der nächsten Pan-EU-Expansion einmal zu prüfen, ob der Weg über den Atlantik wirtschaftlich und organisatorisch nicht sogar attraktiver ist.


Wie ALTON unterstützen kann

Der Eintritt in den US-Markt bringt eigene steuerliche, rechtliche und operative Anforderungen mit sich. ALTON unterstützt europäische Unternehmen beim Aufbau ihres US-Geschäfts. In den letzten Jahren haben wir bereits eine Vielzahl von etablierten Onlinehändlern bei Ihrer USA Expansion begleitet. Eine Auswahl unserer Kunden finden Sie hier.

Möchten auch Sie in den USA verkaufen? Wir stehen Ihnen jederzeit gerne für ein unverbindliches Erstgespräch zur Verfügung. Vereinbaren Sie hier einen Termin.

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