Holiday Shopping in Corona-Zeiten – Was wird sich ändern?

Holiday Shopping in Corona-Zeiten - Was wird sich ändern?

Bereits in den letzten Jahren war zu beobachten, dass immer mehr Kunden in den USA Ihre Einkäufe vor den Festtagen online tätigten und den chronisch überfüllten Einkaufszentren zunehmend fernblieben. Dieses Jahr ist zu erwarten, dass sich dieser Trend noch deutlich verstärken wird.

Seit Beginn der Corona-Krise vermelden Onlinehändler Rekordumsätze. Bis Mitte 2020 lag der Umsatz des durchschnittlichen US-Amazon Sellers um 60% höher als im selben Zeitraum 2019. Der Onlinehandel weltweit wird voraussichtlich bereits Anfang Oktober 2020 die Umsatzmarke von 2019 erreichen, und das noch vor dem Start des lukrativen Weihnachtsgeschäft mit Black Friday und Cyber Monday im November.

Begründet ist dieser Zuwachs dadurch, dass die meisten Amerikaner Geschäfte und Einkaufszentren nach wie vor meiden. Knapp 75% der Amerikaner gaben an, aufgrund Corona auch weiterhin deutlich weniger Zeit in Geschäften verbringen zu wollen, was natürlich dem Onlinehandel zugutekommt.

Der Zunahme der Onlinekäufe gegenüber stehen indes die wirtschaftlichen Probleme in den USA und die dadurch deutlich gestiegene Arbeitslosigkeit, die das Konsumverhalten dämpft. Knapp die Hälfte der Amerikaner gab in Umfragen an, dieses Jahr weniger für Weihnachtseinkäufe ausgeben zu wollen. Experten gehen jedoch aktuell nicht von einem katastrophalen Einbruch aus, sondern lediglich von einem leichten Rückgang. Entscheidend für das Verbrauchervertrauen wird zudem der Ausgang der US-Wahl im November sein und ob vor den Feiertagen noch weitere Stimulus- Maßnahmen in die Wege geleitet werden.

In der Summe zeichnet sich ab, dass das Weihnachtsgeschäft 2020 deutliche Umsatzsteigerungen im Onlinebereich mit sich bringen wird, während der traditionelle Einzelhandel mit spürbaren Einbußen zu rechnen hat.

Amazon-Seller und Kunden können sich auf eine längere Shopping-Saison gefasst machen

Durch die Corona-bedingte Verschiebung des Prime Day, der normalerweise im Juli oder August stattfindet, dürfte das Weihnachtsgeschäft dieses Jahr bei Amazon noch früher als bisher eingeleitet werden. Noch herrscht zwar Uneinigkeit über das genaue Datum des Prime Day, sicher dürfte aber sein, dass dieser im Oktober stattfinden wird. Derzeit werden der 5. und der 26. Oktober als mögliche Termine hoch gehandelt. Mitte Oktober erscheint als eher unwahrscheinlich, da hier der Verkaufsstart des neuen iPhones angekündigt ist und Amazon diesen Termin wahrscheinlich meiden wird.

Abzuwarten bleibt, ob der späte Prime Day eher einen vorgezogenen Startschuss für das Weihnachtsgeschäft darstellt oder ob durch die zeitliche Nähe die traditionellen Shopping Events wie Black Friday und Cyber Monday eher geschwächt werden. Diese finden 2020 am 27. und am 30. November statt und läuten seit Jahren das Weihnachtsgeschäft in den USA ein – Nicht nur für Onlinehändler, sondern für den gesamten Einzelhandel.

Auch Walmart & Co setzen vermehrt auf Online

Handelsketten wie Target, Walmart und Best Buy werden, getragen von den starken Onlineverkäufen seit Beginn der Corona-Krise, versuchen im Weihnachtsgeschäft Ihre Position auch online weiter auszubauen. Gerade Walmart konnte in den letzten Monaten im Onlinebereich Wachstumsraten von nahezu 100% erzielen und hat sich mittlerweile als feste Größe im E-Commerce etabliert. Walmart zeichnet sich vor allem durch flexible Versand- und Abholmöglichkeiten aus. Ein Großteil der Waren kann direkt aus den lokalen Filialen zum Kunden geliefert werden, Einkäufe können aber auch vor Ort abgeholt werden.

Veränderungen auch im stationären Handel

Walmart und Target hatten bereits im Juli angekündigt, dieses Jahr ihre Filialen am Thanksgiving Day, traditionell der letzte Donnerstag im November, geschlossen zu lassen und erst am Tag danach, dem eigentlichen Black Friday, zu öffnen. In den letzten Jahren hatten sich Einzelhändler mit immer früheren Öffnungszeiten gegenseitig überboten. Lange Schlangen bildeten sich bereits am Thanksgiving-Abend vor den Geschäften. Eine Zeit, die sowohl Shopper als auch Angestellte doch besser mit ihren Familien beim alljährlichen Truthahn-Essen verbringen sollten, hatten Kritiker schon lange gefordert.

Im Gegenzug ist zu erwarten, dass die Händler ihre Angebote über einen längeren Zeitraum streuen werden. So soll der Ansturm, gerade auch im Hinblick auf die Corona-Regeln, etwa entzerrt werden.
Zudem wird „Order Online, Pick-Up in Store“ eine neue Bedeutung gewinnen, um so die Menschenmengen in den Geschäften zu minimieren. Die Händler planen hierfür, auf Parkplätzen Abholstationen einzurichten.

Was bleibt für die Zeit nach Corona?

Insgesamt betrachtet deutet also vieles darauf hin, dass die Corona-bedingte Ausnahmesituation zumindest das Weihnachtgeschäft 2020 deutlich prägen wird. Darüber hinaus wird sich zeigen, welche Entwicklungen in einer Zeit nach Corona weiterhin bestehen bleiben. Viele Experten sagen aber schon jetzt eine Abkehr vom klassischen Black Friday zugunsten einer länger andauernden Shopping-Periode voraus, mit einer deutlichen Tendenz zum Onlinehandel.

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